Positiver erster Test des Jahres für Lüthi und Schrötter

Nach über zwei Monaten Winterpause kehrte das Dynavolt Intact GP-Team diese Woche auf die Rennstrecke zurück. Am Montag und Dienstag konnten Tom Lüthi und Marcel Schrötter bei einem privaten Test in Jerez endlich wieder mit ihren Kalex-Triumph-Maschinen Gas geben.

Ausgezeichnete sonnige Wetterbedingungen erlaubten der Moto2-Mannschaft, den Winterrost an den zwei Testtagen ausgiebig abzustreifen. Obwohl die beiden Intact GP-Fahrer Marcel Schrötter und Tom Lüthi den Winter für viel Training nutzten, war die Pause seit dem letzten Jerez-Test im November doch recht lang. Daher war es wichtig, zunächst viele Runden zu fahren.

Das Gefühl für ihre Bikes mit den neuen 765ccm Dreizylinder Triumph-Motoren war jedoch schnell zurück, sodass die Crews bereits verschiedene Komponenten testen sowie Setup-Einstellungen optimieren konnten.

Tom Lüthi knüpfte an die hervorragende Arbeit, die er mit seiner neuen Mannschaft Ende des letzten Jahres begann, nahtlos an und drehte insgesamt 140 Runden. Der 32-jährige Schweizer trainierte im Januar in Almeria mit einer BMW S1000RR, um das Fahrgefühl auch in der Pause zu erhalten, was durchaus hilfreich war. Am Montag belegte er mit einer Zeit von 1:41.942 nur ein Zehntel hinter dem Schnellsten Luca Marini den dritten Rang und beendete den Test schließlich als Viertschnellster.

Marcel Schrötter, der den Winter in Kalifornien verbrachte und alles Mögliche von Motocross, über Fahrrad und Cross-Fitness trainierte, kam bestens vorbereitet zum ersten Test des Jahres. Für ihn lag das Hauptaugenmerk darauf, sich weiter mit der neuen Magneti Marelli-Elektronik zurechtzufinden und an seinem Fahrstil zu feilen. An Tag eins war er nach 80 Runden auf dem Circuito de Jerez mit einer Zeit von 1:42.526 an siebter Position unterwegs. An Tag zwei waren die Bedingungen etwas kühler und noch feucht am Morgen und windig am Nachmittag. Der 26-Jährige fuhr weitere 69 Runden und verbesserte sich minimal auf 1:42.439, was in der Gesamtwertung Platz neun bedeutete.

Nach diesem positivem Shake down ist die Dynavolt Intact GP-Mannschaft bereit für den ersten offiziellen Test der Saison 2019, der kommende Woche vom 20. bis 22. Februar ebenfalls in Jerez stattfinden wird.

Jerez-Test – Kombinierte Werung – Tage 1 & 2:
1. Sam LOWES / GBR / KALEX – 1:41.578
2. Luca MARINI / ITA / KALEX – 1:41.743
3. Álex MÁRQUEZ / SPA / KALEX – 1:41.896
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4. Tom LÜTHI / SWI / KALEX – 1:41.942 (+0,364)
9. Marcel SCHRÖTTER / GER / KALEX – 1:42.439 (+0,861)

 

Tom Lüthi

Testtag 1: 1:41.942 – 71 Runden – P3
Testtag 2: 1:42.439 – 69 Runden – P7

„Ich bin soweit happy. Es war ein guter Test. Der erste Tag ging direkt gut los. Ich war glücklich, dass ich das Gefühl von der BMW mitnehmen konnte. Ich musste nicht am Anfang noch den „Rost“ los werden und konnte gleich richtig anfangen mit dem Testen, was uns sicher Zeit gespart hat und worüber ich mich echt freue. Am Montag waren die Bedingungen besser als am Dienstag, da es am Morgen noch recht feucht und auch noch etwas frisch war und wir etwas länger warten mussten, weil die Verhältnisse wirklich kritisch waren. Am Nachmittag ging es dann etwas besser. Die Voraussetzungen waren aber nicht so wie am ersten Tag und ich hatte etwas mehr Mühe. Es war recht windig. Wir konnten trotzdem sehr viele Daten sammeln und nun steht für die Jungs etwas Arbeit an, weil wir die ganzen Daten gar nicht mehr alle hier auswerten können. Wir konnten insgesamt eine gute Richtung einschlagen, ich bin aber trotzdem froh, dass es noch weitere Tests gibt. Vom November bis jetzt haben wir einen guten Schritt vorlegen können. Meine Zeit konnte ich ziemlich konstant abrufen, was auch zeigt, dass das Motorrad eine gute Basis hat. Ich möchte gern schnell sein, aber nicht ganz so am Limit wie es heute hier in Jerez war. Insgesamt passt aber alles und ich bin zufrieden, dass wir so weiter arbeiten können.“

 

Marcel Schrötter

Testtag 1: 1:42.526 – 80 Runden – P7
Testtag 2: 1:42.439 – 69 Runden – P9

„Es waren zwei ordentliche Testtage. Wir haben gut was ausprobieren können. Am zweiten Tag wurde es gegen Mittag etwas windig. Wir haben schon viele gute Momente erwischt, dennoch waren gerade im letzten Sektor die Kurven ein bisschen schwierig. Wir konnten jeden Reifen bis zum Ende durchprobieren und sind den ganzen Tag mit zwei Satz Reifen hingekommen. Unser Fokus war bei diesem Test vor allem, das Motorrad besser zu verstehen. Wie ist das Verhalten des Motorrades: beim Bremsen, Beschleunigen und so weiter. Ich habe versucht, auch meinen Fahrstil noch besser anzupassen und da haben wir heute einen ganz guten Schritt nach vorn machen können. Wir sind noch nicht ganz zufrieden mit dem Endergebnis, aber in Jerez war ich beim Testen noch nie besonders schnell. Ich versuche, da ruhig zu bleiben und schaue, dass ich mit dem Motorrad ein gutes Gefühl bekomme. Den Testplan, den wir hatten, konnten wir durchziehen. Und wir wissen, in welche Richtung es vor dem Grand Prix in Qatar gehen sollte. Ich versuche, weiter an mir und an meinem Fahrstil zu arbeiten und freue mich schon auf den nächsten Test.“

Quelle und Bildnachweis:
© Intact GP – F. Glänzel