Moto2 – Barcelona: Intact GP-Duo macht Jagd aufs Podium im höllisch-spannenden Barcelona-GP

Erneut eine spitzen Team-Leistung der Dynavolt Intact GP-Piloten Marcel Schrötter und Xavi Vierge, die nach einer nervenzerreißende Podiums-Jagd im Großen Preis von Katalonien die Plätze vier und fünf sicherten.

Der Gran Premi de Catalunya zählte ohne Zweifel zu einem der bisher spannendsten Kämpfe des Moto2-Rennstalls aus Memmingen. Erneut legte Marcel Schrötter aus der ersten Reihe einen Hammer-Start hin und folgte vier Runden lang an zweiter Position hinter Alex Marquez, bis ihn ein Fehler wahrscheinlich das sichere Podium kostete.

Nachdem Miguel Oliveira sowie Fabio Quartararo am 25-Jährigen vorbeigezogen waren, verbremste sich Marcel in der siebten Runde im Windschatten des Trios, musste in Kurve eins weit nach außen gehen und fiel auf den achten Platz zurück. Schritt für Schritt kämpfte er sich mit Zeiten, wie sie an der Spitze gefahren wurden, wieder nach vorn. Nach acht weiteren Runden schließlich war er hinter Xavi Vierge angelangt, der mittlerweile Rivalen wie Pasini, Bagnaia und Binder hinter sich gelassen und von Platz acht bis auf die vierte Position aufgeholt hatte.

Gemeinsam machte sich das Intact GP-Duo von da an auf Jagd nach Alex Marquez und damit nach dem dritten Platz. Fünf Runden vor Schluss schließlich überholte Marcel seinen Teamkollegen und gab alles, um sein 100. Moto2-Rennen doch noch auf dem Podest beenden zu können. Am Ende reichte es nicht ganz und das Paar überquerte die Ziellinie an vierter und fünfter Position.

In der WM-Wertung ging es für Xavi Vierge, der sein Heim-Grand-Prix-Wochenende nach anfänglichen Schwierigkeiten mit fantastischen elf Punkten beenden konnte, auf den fünften Rang nach oben, während Marcel Schrötter den neunten Platz in der Moto2 mit weiteren 13 Punkten abermals verteidigte.

In zwei Wochen geht es vom 29. Juni bis 1. August in Assen mit der Dutch TT und dem achten Saisonrennen weiter.

Rennergebnis:
1. Fabio QUARTARARO / FRA / SPEED UP
2. Miguel OLIVEIRA / POR / KTM
3. Alex MARQUEZ / SPA / KALEX
4. Marcel SCHROTTER / GER / KALEX
5. Xavi VIERGE / SPA / KALEX

Marcel Schrötter
Ich habe alles gegeben, um Alex (Marquez) einzuholen. Am Ende bin ich zwar kurz dran gewesen, aber es hat nicht gereicht. Er ist einfach sehr sauber gefahren und ich konnte nicht schneller. Der Fehler hat uns heute das Podium gekostet, wenn nicht sogar die ersten beiden Plätze. Der Fehler geschah, als ich auf der Geraden im Windschatten von Quartararo, Marquez und Oliveira war, also bin ich schon relativ schnell am Kurveneingang angekommenen. Ich hatte das Gefühl, dass die Jungs einen Ticken früher gebremst haben, ich konnte daraufhin nicht mehr ausweichen und musste aufmachen. Ich wollte auch nicht zu schnell abkürzen, um eine Zeitstrafe zu vermeiden. Quartararo ist ein super starkes Rennen gefahren, aber Oliveira ist später auch etwas zurückgefallen, von daher denke ich, dass Platz zwei drin gewesen wäre. Das ist schade, aber ich bin mir sicher, dass der Moment kommt. Wir machen einen guten Job, das Team arbeitet sehr gut und wir waren ein paar Mal vorne dabei. Ich bin zufrieden, wie es aktuell läuft. Besonders nach solch einem Rennen wie Mugello, wo wir die ganze Zeit auf Wolke sieben schwebten und am Sonntag dann in dein tiefes Loch gefallen sind. Da ist es schön, wenn man beim nächsten Rennen so eine Performance abliefern kann. Es tut gut, dass abrufen zu können. Ich habe immer gewusst, dass ich schnell fahren kann, aber jetzt kommen alle Faktoren zusammen – das Motorrad, das Team, die Atmosphäre und auch das Vertrauen, zu wissen, dass wir es können und dass auch das Motorrad funktioniert. Es ist immer ein 
Gesamtpaket.

Xavi Vierge
Das Rennen war sehr gut, vor allem nach dem harten Wochenende. Ich denke, wir haben einen sehr guten Job gemacht. Wir konnten wieder mit den Top-Jungs kämpfen und das ist wichtig, denn in Mugello haben Selbstvertrauen verloren, weil wir nicht wussten, in welche Richtung es geht. Als wir an diesem Wochenende hier anfingen, hatten wir das gleiche Problem. Aber dieses Mal haben wir alles sehr klar analysiert und haben dann eine gute Entscheidung für das Rennen am Sonntag getroffen. Wiederum wussten wir, dass wir das Potenzial hatten, mit den besten Jungs zu kämpfen. Jetzt kennen mein Team und ich die den richtigen Weg und wir hoffen, dass wir die nächsten Rennen vom ersten Tag an vorn dabei sind. In der Pause bevor ich nach Assen fahre, werde ich hart trainieren, um noch stärker zu werden. Assen ist eine super schöne Strecke. Ich mag sie sehr und hoffe, dass wir wieder mit den Schnellsten kämpfen können.

 Jürgen Lingg (Team Manager)
Das Ergebnis ist natürlich sehr gut, wenn man bedenkt, welche Probleme Xavi das ganze Wochenende hatte und wie er dann im Rennen so zurückkommt. Das ist schön anzusehen. Man muss auch sagen, dass wir es bei Marcel ein bisschen erwartet haben. Er hatte das ganze Wochenende wieder eine sehr gute Pace und wir waren uns auch sicher, dass er so einen Fehler wie in Mugello nicht wieder machen würde. Von daher entsprach das unseren Erwartungen. Die Plätze vier rund fünf sind ein top Team-Ergebnis. Das war gut und so kann es weiter gehen. Ich denke, mit etwas mehr Glück enden wir auf dem Podium.

 

Quelle und Bildnachweis: © IntactGP